Mittwoch, 9. Dezember 2009

Santiago Teil 3

Nun haben wir noch einen letzten Tag hier in Santiago und bereits morgen frueh geht's zum Flughafen um den Flieger um 13.05 Uhr zu nehmen.

Irgendwie schade, dass die vier Wochen nun doch schon so schnell rum sind. Heute geht's noch mal in die Stadt zum Bummeln und Leute gucken. ;-) Und natuerlich werden wir noch einmal das gute Essen geniessen... (ihr wisst gar nicht, wie gesund wir Deutschen doch leben!)

Dienstag, 8. Dezember 2009

Chilenische Landluft

Wasser war gestern, Landluft ist heute.

Nachdem wir in Temuco angekommen waren und uns bei Felis Vater niedergelassen hatten, ging es uebers Land an die Kueste nach Nehuentue, wo Feli ein kleines Stueck Land mit einem pittoresk verfallenen Haeuschen ihr eigen nennt.


Felis Stiefschwester hat einen kleinen gruenen Papagei, mit dem Feli sich direkt angefreundet hat. Beide moegen Tortilla, ob beide auch Schoki und Kekse mit Manjar moegen, weiss ich nicht - zumindest vom Papageien nicht :-)


Die chilenische Gegend zwischen Concepción und Valdivia - soviel habe ich zumindest gesehen - ist dem hessischen Bergland nicht unaehnlich, was die Fruchtbarkeit und die Vegetation angeht. Die chilenischen Vulkane, die das Land immer mal wieder unterbrechen, sind allerdings dann doch etwas anderes :-)


Die Fauna kommt einem auch bekannt vor, mit dem Unterschied, das es kaum Zauene gibt und die Tiere insgesamt viel mehr Platz haben.


Dieses Pferdchen grast vor einem Haus nach maputschischer Bauweise, wie Feli mir erklaert hat.



...zu dem Bild gehoert eigentlich eine ganze Serie, die ich jetzt an dieser Stelle aus zeitoekonomischen Gruenden nicht ausgiebig zeige. Nur soviel: der Hahn war die Vorhut von einer gefluegelten Einsatzgruppe, bestehend aus einigen Huehnern, drei Enten, zwei Kueken und einer dicken fetten Gans, die ordentlich, einer nach dem anderen die Dorfstrasse passierten. Nachdem in einer 4minuetigen Prozessionfast alle Teilnehmer die Strasse ueberquert hatten, waren die Enten sich ein bisschen unsicher, ob das jetzt eine so ganz gute Idee ist, bis Feli sagte "Na kommt, ihr koennt ja wohl jetzt auch noch gehen!". Gesagt getan: kurz nach links und rechts geguckt und los. Hoert sich vielleicht etwas unspektakulaer an, war aber zum Bruellen komisch! Surreal irgendwie.



Nach dem vielen Landleben kommt man quasi ohne spuerbare Unterbrechung ploetzlich an die Kueste! Das merkt man spaetestens daran, dass die Strassenschilder ausehen wie Fische :-)

Hier ein paar Impressionen aus einer Welt halb Meer halb Landwirtschaft.




Zu guter Letzt fuer heute ein kleiner aber extrem grandioser Vorgeschmack auf die Bilder zu der Region um Villarica, Pucon und Valdivia, wo die Vulkane zuhause sind!

Wasser marsch!

Hello again!

Mit dem besagten Auto ballerten wir dann Richtung Sueden, Richtung Temuco, Villarica, Pucón und Valdivia. Ich kann mich nicht erinnern, jemals zuvor auf knapp 2000 Kilometern Autobahn nicht ein einziges mal ueberholt worden zu sein. Die Schilder mit 120 bedeuten doch hier auch, dass man mindestens 120 fahren soll, oder?

Auf dem Weg in die Seen-Region erwarteten und am Wegesrand unzaehlige Wasserfaelle, von denen wir uns selbstverstaendlich die schoensten ansehen wollten.




...unterwegs passierten wir das eindrucksvolle - und ziemlich gelbe - Viadukt, von der wir spater erfuhren, dass sie von einem gewissen Franzosen namens Eiffel erbaut wurde, der bekanntlich auch den Big Ben und die Berliner Mauer erfunden hat.


...obwohl unser Autochen ziemlich zuverlaesig war - und das sage ich ganz bewusst, obwohl Chevrolet zu dem satanischen Arbeitsplatzvernichter GM gehoert und der Corsa eigentlich ein Opel ist - mussten wir immer mal wieder den widrigen Strassenverhaeltnissen Tribut zollen und zurueck fahren, um die Karre nicht zu Klump zu fahren. spaetestens bei dem unten zu sehenden Bild haben wir geflucht, doch keine Camioneta (also einen Gelaendewagen) genommen zu haben, weil die Landschaft dort so einmalig schoen und die vermutlich noch schoeneren Wasserfaelle nicht weit waren.... *seufz*

...all das und eine nicht ganz so entspannte Faehrueberfahrt haben ein wenig an meinen Nerven genagt ;-)


Die erste Wasserfallstation - die Saltos de Laja - haben dann allerdings wieder fuer maechtig tolle Stimmung gesorgt. Der Anblick war wirklich majestaetisch! Endlich konnte ich mal mein tolles neues Stativ zum Einsatz bringen! Ich hoffe ihr erkennt meine ambitionierten Langzeitbelichtungen bei Tageslicht!!!



....hier finden gerade ein paar chilenische Schueler den Topf voller Gold. Schweine!


Der Salto de China platzen einfach so aus dem dichten Wald heraus und fallen 73 Meter in die Tiefe. Ein ohrenbetauebendes Gebruell. Diese Sehenswuerdigkeit ist mit verschiedenen Aussichtsstationen erschlossen und wunderbar natuerlich erhalten. Da wir in der Vorsaison da waren, hatten wir das grosse Glueck, als einzige Menschen zusammen mit einem Schaeferhund, den wir Diego tauften und einer Eidechse, die Diego frass, vor Ort zu sein (nein, war nur ein Spass, hoerte sich aber lustiger an. Die beiden gabs aber wirklich :-p).



Der Salto de Leon fiel noch tiefer, naemlich 97 Meter und machte noch mehr Krach! :-) Es gibt natuerlich noch mehr Bilder, aber die zeigen wir spaeter....



Unterwegs im Sueden...

Hallo allerseits,

einen mittellangen Zwischenstopp bei Felis Verwandten in Santiago nutze ich jetzt mal, um ein paar Bilder hochzuschaufeln. Das Zuhoeren habe ich vor gut 15 Minuten aufgegeben, das wird auf Dauer dann doch sehr anstregend, wenn man nur einen Teil versteht und sich dann die Zusammenhaenge dechiffrieren muss :-) Macht aber trotzdem Spass und die Leute sind ja alle unheimlich nett.

Also: wie vor einer gefuehlten Ewigkeit schon geschrieben, hatten wir nach Santiago unseren ersten Halt in Concepciòn bei Pablo und Erica.


Das hier ist Pablo. Ich weiss nicht, ob es eine entsprechende Uerbersetzung von "Coole Sau" ins Spanische gibt, wenn ja, waere sie aber sehr zutreffend. Pablo ist Tattoo-Artist und arbeitet in Conce. Ich muss gestehen, die Verlockung war gross, ihn Hand anlegen zu lassen. Das naechste Mal bestimmt! ;-)


Hier sieht man Pablo mit seiner besseren Haelfte Erica, die ebenfalls unheimlich nett und liebenswuerdig ist. Die andere nicht minder gute Haelfte von Pablo ist uebrigens Mapuche. Wer das jetzt nicht versteht soll Bingen. Gegoogelt wird ab heute nicht mehr, ich habe eben auf spiegel.de gelesen, dass Google die Weltherrschaft will und DAS vertraegt sich nicht gut mit meinen eigenen Plaenen!



Der grosse Stolz von Pablo ist seine Kaefer-Sammlung. Die Gefaehrte, von denen er zwei - einen aus Mexiko und einen aus Brasilien besitzt (FOOOOOOCK MEXICO!!!) -nennt er liebevoll seine "Wollgswagens".Der Hinweis, dass wir eher Kaefer oder VW sagen, hat ebenso wenig gefruchtet wie der Hinweis, dass ich Dennis und nicht Damian heisse...naja, fremde Voelker, fremde Sitten ;-P


Mit dem besseren der beiden Kaefer - der Weisse ist staendig verreckt, einmal davon A U E S S E R S T filmreif auf einem Bahnuebergang mit nahendem Zug (!!!) - sind wir dann nach Lota gefahren,das ehemalige Bergbaudorf am Meer, von dem ich schon kurz erzaehlt habe. Der rote Kaefer (auf obigem Bild in S/W) fuhr uebrigens maximal 65km/h, was dem Domi sehr bekannt vorkommen duerfte und mich selbst an die guten alten Zeiten den "Red-Star" erinnerte... :-)





Pablo hat uns dann an die schoensten Straende in und um Lota herum kutschiert, was wirklich sehr sehr schoen war! Danke nochmal dafuer! Alleine das tolle Bild mit Gaul vorm Meer ist der Hit ;-P


Nach dem Standausflug ging es dann zu dem besagten opulenten Fischessen zu Ericas Familie! Hammer.... unglaublich reichhaltig und lecker. ImGegensatz zum Durchschnittschilenen, der sogar Fett fritieren wuerde,wenn das ginge (mit Schokoriegeln klappt es schon!), war das Essen bei den ehemals in Schottland angesiedelten Chilenen in Lota preisverdaechtig gesund. Auf dem Bild hier grabscht Pablo (zu erkennen am tattowierten Arm) nach einem Krebs.




Kurz vor der Rueckfahrt nach Conce haben wir dann noch einen Ausflug in den Botanischen Garten von Lota gemacht. Das schoenste Bild ist das hier :-)

...ein Lebenszeichen!

Hallo Ihr Lieben,

Ihr habt uns sicherlich schon vermisst... deshalb die kurze Nachricht, dass es uns gut geht! Die letzten Tage haben wir meist bei der Familie verbracht oder waren in internetlosen Gegenden unterwegs... ;-)

Heute oder morgen kommen sicherlich noch ein paar neue Bilder aus dem Sueden und in ein paar Stunden sind wir dann ja schon wieder unterwegs ins kalte Deutschland!

Bis spaeter,
Feli & Dennis